Universität zu Köln, SS 2017, Rückblick

Im Sommersemester finden Seminare zu verschiedenen Themen der Kunstgeschichte statt. Diese stehen immer in Verbindung mit zahlreichen Exkursionen.

Denkmäler in unseren Städten - Skulpturen im öffentlichen Raum

Wer sitzt auf den Pferden und wo wollen sie hin?

Denkmäler und Skulpturen, die derzeit entstehen oder im Laufe der vergangenen Jahrzehnte ent­standen sind, bilden eine Themeneinheit des Arbeitskreises. Es interessieren besonders die Arbei­ten im öffentlichen Raum. Welche Aufgaben können oder sollen Denkmäler heute wahrnehmen, wen erreichen sie?

Zunächst werden die wesentlichen Voraussetzungen, die der Denkmalkultur des 19. Jahrhunderts zugrunde liegen, erarbeitet. Dabei stehen Persönlichkeiten der Politik, Wissenschaft oder Kultur im Mittel­punkt und ebenso historische und nationale Ereignisse, denen skulpturale Bildwerke gewidmet wurden. Neben der Recherche zum Entstehungs­kontext dieser Arbeiten, werden die Skulpturen als Kunstwerke der Bildhauerei erfasst und beschrieben. Welche Fakten sind relevant für die Wahl der Standorte, Künstler und Ausführungen? Eine weitere Themeneinheit wird von der Frage nach der aktuellen Situation des Denkmals bestimmt. Arbeiten ausgewählter Künstler (u.a. Rodin, Barlach, Karavan, Chillida, Hridlicka) oder Persönlichkeiten, denen ein Denkmal gewidmet worden ist, werden in Kurzreferaten vorgestellt.

Denkmäler sind auch Teil der Erinnerungskultur. In welcher Weise wird z.B. der gefallenen Solda­ten und Kriegsopfer gedacht? Wie hat sich die Gestaltung der Kriegerdenkmäler im Laufe der Zeit verändert? Manche Skulptur hat im Laufe der Zeit ihren Sockel verlassen. Welcher Kontext hat dies ermöglicht oder erfordert?

 

Ziel des Arbeitskreises in Verbindung mit den angebotenen Exkursionen ist es, ein Grundwissen zur Denkmalkultur zu erarbeiten, Recherchemöglichkeiten zu vermitteln und eine kritische Aus­einandersetzung mit den Denkmälern und ihrer „Standhaftigkeit“ anzuregen.